PRESSEMITTEILUNG
25. April 2023
 
Wir packen's an e.V.
 
 
Pressemitteilung: Keine Krönungsfeierlichkeiten für Flüchtende an der Kanalküste!

Während in Großbritannien die glamourösen Vorbereitungen für die Krönung des neuen Königs in vollem Gange sind, stecken an der französischen Kanalküste tausende Flüchtende unter inhumanen Bedingungen fest, die davon träumen, nach Großbritannien zu gelangen. Sollten einigen wenigen Menschen die lebensgefährliche Überfahrt im Schlauchboot ins Vereinigte Königreich gelingen, reagiert die britische Regierung mit Härte. Um die Menschen mit notwendigsten Hilfsgütern auszurüsten, fährt ein Transport mit Hilfsgütern von Wir packen’s an am 26.4.2023 Richtung Nordfrankreich los. Kai Wittstock, Stellvertretender Geschäftsführer, wird den Transport persönlich begleiten und sich vor Ort ein eigenes Bild von der Lage machen.

„Wir bringen Schlafsäcke, Hygieneartikel und andere Hilfsgüter. Tausende Flüchtende an der französischen Kanalküste sind Ausdruck einer absolut verfehlten Asylpolitik der Europäischen Union und von Großbritannien. Da geflüchtete Menschen keine Perspektive in der Europäischen Union sehen, wollen sie nun ihr Glück in Großbritannien suchen und riskieren damit ihr Leben bei einer Überfahrt im Schlauchboot.“ erklärt Wittstock. „Die Antwort darauf wäre eine menschlichere Asylpolitik und legale Fluchtwege nach Großbritannien. Stattdessen plant Großbritannien Abschiebeflüge nach Ruanda und damit ein Aussetzen des Menschenrechts auf Asyl. Aber auch Frankreich geht mit großer Brutalität gegen die schutzsuchenden Menschen an der Küste vor“ so Wittstock weiter. Fast täglich werden Plätze geräumt und die wenigen Habseligkeiten zerstört.


Schätzungen gehen von mehreren tausend Geflüchteten an der Kanalküste aus. Ihnen fehlen medizinische Grundversorgung, Nahrungsmittel und adäquate Unterkünfte. Viele Geflüchtete campieren im Wald, auf Wiesen und unter Brücken. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern und Regionen wie Sudan, Afghanistan, den verschiedenen kurdischen Gebieten, Subsahara-Afrika oder aus dem arabischen Raum. Die Flucht nach Großbritannien ist oftmals die letzte Hoffnung, nachdem ihr Asylbegehren in der EU abgelehnt wurde. Viele der dort festsitzenden Menschen haben bereits eine jahrelange Odyssee der Flucht hinter sich. Es gibt keine legalen Wege nach Großbritannien ohne entsprechende Ausweispapiere. Immer wieder sterben Menschen bei der Überfahrt im Schlauchboot nach Großbritannien. Rassistische Ressentiments gegen Migrant:innen spielten während der Brexit Kampagne bereits eine Rolle.


„Das Einhalten der Menschenrechte für Flüchtende ist nicht gewährleistet in Europa. Großbritannien plant das Aussetzen des Menschenrechts auf Asyl, die Europäische Union reagiert mit ihrer Abschreckungspolitik, die in diesem Maße uns bereits aus Griechenland bekannt ist.“ empört sich Wittstock.  „Unser Verein fordert das Einhalten der Menschenrechte ohne Wenn und Aber, egal ob in der Europäischen Union oder in Großbritannien.“ betont Wittstock die Forderungen des Berlin-Brandenburger Vereins.

 

Für Interviewanfragen von vor Ort, Fotomaterial oder weitere Informationen kontaktieren Sie:

 

Kai Wittstock (Stellv. Geschäftsführer)
+49 172 4508736

presse@wir-packens-an.info


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