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30.04.2026
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Griechenland:
Was nach der Überfahrt kommt |
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Menschen auf der Flucht, die mit dem Boot in Griechenland ankommen, haben schon unglaublich viel hinter sich. Sie haben Grenzen überquert, Gewalt erfahren und monatelang in Unsicherheit gelebt. Die Überfahrt von der Türkei dauert manchmal nur wenige Stunden, doch sie ist lebensgefährlich. Mindestens 990 Menschen sind seit Jahresbeginn bei der Überquerung des Mittelmeers bereits gestorben.
Sobald die Schutzsuchenden die griechische Küste erreicht haben, folgt für sie die nächste Tortur: Sie werden in sogenannten „Closed Controlled Access Centers“ gebracht und dort eingesperrt, bis ihre Registrierung abgeschlossen ist. Das kann bis zu 25 Tage dauern!
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Die EU hat 276 Millionen Euro in die Hochsicherheitslager auf den ägäischen Inseln investiert – nicht in Schutz, sondern in Kontrolle und Abschreckung.
Die Camps für Geflüchtete liegen abgelegen, kilometerweit entfernt von den nächsten Städten, umgeben von einem hohen Zaun mit Stacheldraht. Sie werden Tag und Nacht von zahlreichen Kameras überwacht und können nur zu bestimmten Zeiten betreten und verlassen werden.
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Wer für medizinische, rechtliche oder humanitäre Hilfe in die Stadt muss, braucht Geld für den Bus. Doch die Bargeldhilfen aus EU-Geldern, die den Geflüchteten eigentlich zustehen, sind seit zwei Jahren immer wieder unterbrochen. Inzwischen werden sie gar nicht mehr ausgezahlt. Vielen fehlt daher das Geld für Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel oder das Busticket. Im Lager bleibt nur Warten: auf den Asylentscheid, der über die ganze Zukunft bestimmt. Viele Menschen harren bis zu zwei Jahre in dieser Ungewissheit aus!
Weil die institutionelle Versorgung versagt, springt die Zivilgesellschaft ein. Unsere Partnerorganisationen betreiben auf Samos und Chios sogenannte „Free Shops“. Dort können Geflüchtete Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel und Haushaltswaren bekommen. Als im Camp auf Chios mitten im Winter der Strom ausfiel, konnten unsere Partner sofort eine Notfallverteilung durchführen, weil sie aus unserer Lieferung im Dezember noch hunderte Decken auf Lager hatten. Solche Vorräte sind entscheidend, wenn ein plötzlicher Notfall eintritt. Auch deshalb schicken wir regelmäßig Hilfstransporte nach Griechenland.
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Aktuell wird in unserem Lager in Biesenthal wieder tatkräftig für die nächste Lieferung gepackt, die nach Lesbos, Chios und Samos gehen wird: T-Shirts, kurze Hosen, Unterwäsche, Shampoo, Sonnencreme und weitere Dinge, die im Sommer dringend benötigt werden.
Mit diesem Transport schicken wir auch gebrauchte Fahrräder, Sportkleidung und Fußballschuhe mit. Diese eher untypischen Hilfsgüter gehen an unsere Partnerorganisation „Yoga & Sports“, die Sport- und Bewegungsangebote für Geflüchtete anbietet, um dem tristen Lageralltag und der Isolation etwas entgegenzusetzen.
Artikel wie Unterwäsche oder Hygieneartikel, die immer auf den Bedarfslisten unserer Partner stehen, müssen wir zukaufen. Aktuell werden auch Windeln gebraucht, weil viele Kinder in Griechenland ankommen.
Hilf mit und unterstütze unsere Zukäufe mit Deiner Spende, damit der nächste Transport genau das enthält, was den Geflüchteten auf den griechischen Inseln gerade fehlt.
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Danke, dass Du mit uns dafür sorgst, dass Menschen an Europas Außengrenzen nicht allein gelassen werden.
Dein Kai
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